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Inhaltlich unveränderte Neuauflage. An der Ostseite der Insel Rügen steht ein kolossales nationalsozialistisches Über­bleibsel. Das Kraft durch Freude-Seebad Prora ist allerdings mehr als die Summe der hinterlassenen Gebäude. Was durch diese Anlage provoziert wird, ist nicht weniger als die Auseinandersetzung mit der deutschen Ver­gangen­heit und die Diskussion um mögliche Nutzungskonzepte. Dorit Unnasch gibt einen Einblick, wie die Menschen in der Vergangenheit mit dem Seebad um­ge­gangen sind und wie heute die Hinterlassenschaft wahrgenommen wird. Die Autorin behandelt zum einen die politische Instrumentalisierung Proras durch die beiden deutschen Staaten, untersucht die Grenzen und Mög­lich­kei­ten der musealen und erinnerungskulturellen Aufarbeitung in Prora und fragt nach der Durchführbarkeit von touristisch-kommerziellen Nutzungskonzepten für Prora. Die Arbeit verdeutlicht, wie vielfältig und zugleich widersprüchlich Poli­tik, Erinnerung und Kommerz in Prora aufeinander prallen. Einfache und schlüs­sige Lösungsansätze sind bis heute ausgeblieben, wogegen die Dis­kus­sion um die Nutzbarmachung des Seebades nichts von ihrer Aktualität ver­lo­ren hat.