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Seit einigen Jahren sehen die indígenas Südamerikas, insbesondere die Stämme der Achuar und Shuar, die im Amazonasbecken Ecuadors und Perus leben, ihre Existenz gefährdet, da die Bedrohung seitens der Ölfirmen und der holzverarbeitenden Branche immer stärker wird. Offiziell gehört das Land den Achuar und Shuar, andererseits stellt die Ölförderung einen wichtigen wirtschaftlichen Sektor dar, der für die ecuadorianische Regierung eine bedeutende Einkommensquelle darstellt. Die indígenas sehen sich als “Hüter des Urwaldes“, können jedoch aufgrund ihrer fehlenden wirtschaftlichen Stärke diesen Industrien auf Dauer wenig entgegensetzen. Hinzu kommt, dass viele junge Menschen der indigenen Bevölkerung in die Städte abwandern, da sie keine Zukunftsperspektiven im Urwald sehen. Seit 1982 ist die Organisation Indio-Hilfe e. V. in Ecuador tätig und unterstützt indigene Völker in ihrer Entwicklung. Als die Achuar und Shuar vor zehn Jahren an die Organisation herantraten und um Unterstützung baten, wurde die Stiftung “AMAZONICA“ gegründet. Die Vorsitzende der Stiftung Mascha Kauka möchte zusammen mit den Achuar und Shuar in den indigenen Gemeinden Sharamentsa und Yuwientsa sogenannte “Urwaldakademien“ errichten, um eine wirtschaftliche Basis durch sanften Tourismus zu schaffen.